Solarenergie & Solartechnik

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SunPower Weltrekord, 24,2% Wirkungsgrad

Publiziert: Montag, den 28.Juni 2010 um 08:48 Uhr 

SunPower meldet neuen Photovoltaik-Weltrekord: Solarzellen-Prototyp mit 24,2 Prozent Wirkungsgrad produziert

Hoch effizientes Solarmodul
			von SunPower
Hocheffizientes Solarmodul
von SunPower
 

Die SunPower Corp. (San Jose, Kalifornien), Hersteller hoch effizienter Solarzellen, Photovoltaik-Module und -anlagen mit Sitz im Silicon Valley, meldete am 23. Juni 2010, das Unternehmen habe in seiner philippinischen Produktionsanlage eine Solarzelle in Standardgröße mit einem Wirkungsgrad von 24,2 Prozent hergestellt. Dieser neue Weltrekord wurde vom National Renewable Energy Lab (NREL) des US-Energieministeriums für großflächige Silizium-Wafer bestätigt, berichtet SunPower in einer Pressemitteilung.   "Dieser neue Weltrekord belegt, dass SunPower seine Führungsposition bei der Herstellung von Solarzellen mit dem weltweit höchsten Wirkungsgrad noch ausbauen kann", sagte Bill Mulligan, Vizepräsident für Technologie und Entwicklung bei SunPower. "Unsere patentierte firmeneigene Modultechnologie senkt die Solarstromkosten und erhöht dabei die Stromproduktion jedes einzelnen Moduls."

Niedrigere Energiekosten, geringere Kosten pro Watt

Der verbesserte Wirkungsgrad senkt die Energiekosten (Levelized Cost of Energy, LCOE), indem die Stromproduktion jedes SunPower-Moduls erhöht wird. Aus demselben Grund senkt der höhere Wirkungsgrad die Kosten pro Watt und pro Kilowattstunde für Rohstoffe und Materialien, Wertminderung sowie andere Herstellungskosten, Installationszeit, Fläche, Systembetrieb und damit verbundene Wartungsarbeiten. "Dieses Jahr feiern wir SunPowers 25. Geburtstag, und ich bin begeistert, welche technologischen Meilensteine dieses Unternehmen erreicht hat, die noch vor ein paar Jahren undenkbar gewesen wären", sagte Dr. Richard Swanson, Gründer und Technologiechef von SunPower. "Die Forschungs-, Entwicklungs- und Technikteams von SunPower haben den Modulwirkungsgrad in den letzten fünf Jahren um ganze vier Prozentpunkte gesteigert, während sie die Herstellungskosten radikal gesenkt haben. Auf ihren andauernden Erfolg sind wir extrem stolz."

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2'114 Megawatt Stromproduktion durch Photovoltaikanlagen in Bayern

Publiziert: Sonntag, den 01.November 2009 um 07:25 Uhr 

Neue Länder haben noch viel Potential

Bayern belegt bei Photovoltaik Platz 1

Bonn. EuPD Research hat mit dem "Standortgutachten Photovoltaik in Deutschland 2009" die erste landkreisgenaue Absatzmarktanalyse des deutschen Photovoltaikmarkts erstellt. Bayrische Landkreise sind danach bei der installierten Leistung und der jährlichen CO2-Einsparung Spitzenreiter. Für die Auswertung analysierte das Unternehmen mehr als 450.000 PV-Anlagen aus dem eigenen Register.

Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 1.650 Megawatt Peak (MWp) neu installiert. Der bundesweite Zubau eines Jahres entspricht damit in etwa der Leistung zweier konventioneller Kohlekraftwerke.

Angesichts dieser Zahlen und eines Branchenumsatzes von zuletzt 9,5 Milliarden Euro sei 2008 das bislang erfolgreichste Jahr der deutschen Photovoltaikbranche, sagen die Forscher. Dabei profitiert der Standort Deutschland auch von einer starken Exportwirtschaft und den weltweit wachsenden Märkten.

Zum ersten Mal veröffentlichen die Forscher eine landkreisgenaue Absatzmarktanalyse. Spitzenreiter beim Zubau sind demnach der Freistaat Bayern und Baden-Württemberg. Die kumulierte PV-Leistung in Bayern ist mit 2.114 MWp rund doppelt so hoch wie beim zweitplazierten Baden-Württemberg. Sie entspricht etwa der Leistung von zwei herkömmlichen Atomkraftwerken. Zusammen dominieren die beiden süddeutschen Bundesländer den heimischen Markt deutlich. Rund 60 Prozent aller PV-Anlagen stehen in Süddeutschland.

Die Untersuchung auf Landkreisebene zeigt, dass Ende 2008 deutschlandweit in 20 Landkreisen jeweils über 50 MWp PV-Leistung installiert war. Mit 90 MWp ist die Photovoltaikdichte im Landkreis Passau am höchsten. Mit den Landkreisen Schwäbisch-Hall, Ravensburg und dem Alb-Donau-Kreis sind auch drei Kreise aus Baden-Württemberg unter den Regionen mit den höchsten Installationswerten zu finden. Besondere Potentiale für die Zukunft ermitteln die Analysten in Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

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PV-Anlagen sind hagelresistent

Publiziert: Freitag, den 07.August 2009 um 20:26 Uhr 
Während der Dachverband der Gebäudeversicherer im Hinblick auf die Hagelresistenz von Solaranlagen von einem ungelösten Problem spricht, sagt Swissolar, dass Hagelschäden an den Anlagen äussert selten sind.

Die verheerenden Hagelzüge der letzten Wochen liessen die Frage der Hagelresistenz von Solaranlagen aufkommen. Laut Swissolar spricht der Dachverband der Gebäudeversicherer (IRV) in diesem Zusammenhang von einem ungelösten Problem und stellt in Aussicht, dass Photovoltaik-anlagen auf ihre Hagelfestigkeit geprüft werden müssten.

Der Solarenergie-Fachverband selbst sagt, dass Hagelschäden an Solaranlagen äusserst selten sind. Bei Photovoltaik-Anlagen zur Stromproduktion sowie bei Flachkollektoren zur Wärmeproduktion sind in der Schweiz praktisch keine durch Hagel verursachten Schäden bekannt. Die wenigen Schadenfälle betreffen Röhrenkollektoren zur Wärmeproduktion, aber auch dort nur bei extremem Hagelschlag, bei dem zum Beispiel Autofenster und Eternitziegel in Brüche gehen. Röhrenkollektoren umfassen weniger als 10 Prozent des gesamten Kollektormarktes in der Schweiz. Sämtliche Photovoltaikmodule und die meisten hierzulande verkauften Röhrenkollektoren absolvieren einen Hageltest.

Aus Sicht von Swissolar handelt es sich damit nur um ein sehr begrenztes Problem. Der Verband warnt vor der Einführung von zusätzlichen Tests für den Schweizer Markt, welche die Produkte verteuern würden. Die existierenden internationalen Normen für Photovoltaik-Module und Kollektoren, ergänzt mit dem Sachverstand der Installateure zur geeigneten Produkteauswahl, genügen vollauf, um Hagelschäden bei Solaranlagen auf einem vernachlässigbaren Niveau zu halten.

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Das elfte Gebot!

Publiziert: Samstag, den 04.Juli 2009 um 22:26 Uhr 

Aktivhäuser

Das elfte Gebot ist die Technologie

03. Juli 2009, 20:33
  • Artikelbild

    "Werner Sobek. Skizzen für die Zukunft. Forschen, Entwerfen, Konstruieren." Ringturm, Schottenring 30, 1010 Wien. Zu sehen bis 16. Oktober 2009

Architekt Werner Sobek fordert neue Produkte - Statt Dachziegel, wasserdichte Module aus Foto­voltaik mitsamt Wärmeisolierung - "Das wäre zeitgemäß!"

Die Baubranche hinkt der Forschung hinterher, meint der deutsche Architekt und Bauingenieur Werner Sobek. In einer Ausstellung in Wien zeigt er die wichtigsten Ideen für das Bauen und Wohnen von morgen - Von Wojciech Czaja 

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Hält man sich die genauen Zahlen vor Augen, dann kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass Bauen unter heutigen Bedingungen nichts anderes ist als ein schleichender Mord an Mutter Natur. Die weltweite Bautätigkeit mitsamt Gebäudebetrieb und - früher oder später - Abbruch und Entsorgung der Baumassen verschlingt rund 35 Prozent aller Energieressourcen. Hinzu kommt, dass die Baubranche für 40 Prozent aller Emissionen und für 50 Prozent des globalen Müllaufkommens verantwortlich ist.

Ökologische Bewegung

"Das ist doch schockierend", sagt der Stuttgarter Architekt Werner Sobek, "in Anbetracht derartiger Zahlen muss jeder vernünftige Mensch einsehen, dass die Architektur, so wie sie heute gehandhabt wird, unmöglich fortgeführt werden kann." Die erste ökologische Bewegung gab es bereits vor 20 Jahren. Doch damals, da seien die ökologischen Pioniere nur ausgelacht worden: "Das waren Sandalenträger mit Latzhose, man hat sie einfach in die Müsli-Ecke gestellt."

Umweltverträgliche Realisierung

Es ist unter anderem dem avantgardistischen Sobek zu verdanken, dass sich dieser Umstand längst gewandelt hat. Heute zählt er zu den absoluten Vorreitern in Sachen Zukunftswohnen und neue Bau- und Wohntechnologien. Neben seiner Tätigkeit als Architekt arbeitet er als ökologischer Allround-Konsulent und verhilft vielen Projekten - vom schicken Einfamilienhaus bis hin zum Flughafen Bangkok - zur umweltverträglichen Realisierung. In einer Ausstellung im Wiener Ringturm unter dem Titel Skizzen für die Zukunft. Forschen, Entwerfen, Konstruieren kann man Sobeks OEuvre derzeit genau unter die Lupe nehmen.

Passivhaus ist eine Sackgasse

"Ich finde es unverantwortlich, wie heutzutage gebaut wird", erklärt der 56-jährige Universitätsprofessor, "das Passivhaus gilt bereits als das höchste der Gefühle, doch in meinen Augen ist diese Bauweise eine Sackgasse." Nicht passiv, sondern aktiv müssten die Häuser sein. "Allein die Sonnenenergie, die auf die Erde prallt, ist 10.000-mal mehr, als die Menschheit benötigt. Es ist doch nicht zu viel verlangt, den Bruchteil eines Promilles in Form gebäudeintegrierter Energiegewinnungsanlagen zu generieren, oder?"

Die Realität sieht anders aus. Anstatt selbstständig Energie zu produzieren, werden die Häuser in immer dickere Wärmedämmung gepackt. Alibimäßig schraubt man dann ein paar Quadratmeter Sonnenkollektoren aufs Dach, und die Sache hat sich. Genau hier, meint Sobek, sei die Industrie gefordert, neue, zeitgemäße Produkte zu entwickeln.

Neue Produkte sind gefragt

"Vor 2500 Jahren war ein Ziegeldach durchaus sinnvoll. Doch man möchte meinen, dass wir heute schon weiter sind als in der Antike. Wie kommt es, dass es bis heute nicht gelungen ist, statt der üblichen Tondachziegel fix-fertige wasserdichte Module aus Fotovoltaik mitsamt Wärmeisolierung auf den Markt zu bringen? Das wäre zeitgemäß!"

CO2 bei der Zementherstellung

Solche und viele andere Überlegungen liefern das konstruktive und materielle Unterfutter für die Ausstellung. Zu sehen sind etwa neue Glas- und Kunststoffrezepturen, aber auch speziell entwickelte, aufgeschäumte und mit Titanspänen versehene Betonmischungen. Sobek: "Kaum jemand weiß, dass bei der Zementherstellung mehr CO2 anfällt als beim gesamten globalen Flugverkehr." Intelligent zu planen und zu bauen, beinhalte daher auch, den Betonanteil in Gebäuden auf das absolute Minimum zu reduzieren. Die Materialexperimente der letzten Jahre zeigen, dass das möglich ist.

Häuslbauer sind das wichtigste Zielpublikum

Größtes Problem: Die Häuslbauer sind schwer zu erreichen. Dabei sind sie das wichtigste Zielpublikum für die neuen Bau- und Wohnkonzepte, schließlich machen Einfamilienhäuser drei Viertel aller Gebäude in Österreich aus. Hier müsse die Politik noch viel Aufklärungsarbeit leisten, sagt Sobek. "Es müsste eine Art elftes Gebot geben: Du sollst in einem umweltverträglichen Haus wohnen.

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Brand der weltgrößten Photovoltaik-Aufdachanlage

Publiziert: Mittwoch, den 01.Juli 2009 um 10:09 Uhr 

DGS kommentiert Brand der weltgrößten Photovoltaik-Aufdachanlage in Bürstadt und warnt vor weiteren Gefahren

 Brand Aufdachanlage
Brand in der weltgrößten
Aufdach-Photovoltaikanlage in Bürstadt.
 
"Was für viele Experten, die sich mit dem 2003 aufgetauchten Problem der Feuergefahr von BP-Modulen beschäftigt hatten, absehbar war, scheint nun passiert. Die mit 5 MW-Anschlussleistung und aus 30.000 Modulen bestehende weltgrößte Aufdach-Photovoltaikanlage ist in Brand geraten und hat das Gebäude der Spedition Fiege massiv beschädigt", berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). Die seit 2006 aus Sicherheitsgründen schon teilweise abgeschaltete 5-MW Photovoltaikanlage (Sonnenfleck) in Bürstadt sei am Sonntag, den 22.06.2009 zur sonnenreichen Mittagszeit um 11.40 Uhr in Brand geraten. Nicht nur die hölzerne Unterkonstruktion habe in Flammen gestanden, sondern die vermutlich von den schadhaften Lötstellen in den Gleichstromkreisen ausgelösten Brandnester, hätten auch auf die Bitumendachpappe und die Struktur des Gebäudes durchgegriffen.   Nach Aussagen der mit 70 Feuerwehrleuten angerückten Feuerwehren aus den Orten Bürstadt, Bobstadt, Riederode und Lampertheim sei der Brand eindeutig von einem technischen Defekt in der in der Mittagssonne unter Volllast laufenden Photovoltaikanlage ausgegangen.


"Ursachenforschung am bekannten Problem"

"Nach dem Brand auf dem Bürstädter Sonnenfleck suchen alle Beteiligten jetzt fieberhaft nach der Ursache. Wir waren so schnell wie möglich vor Ort, um die Sache zu analysieren", zitiert die DGS eine Stellungnahme von BP Solar, dem Hersteller sämtlicher Module auf dem weltweit größten Solardach im Nachrichtenportal "Morgenweb". Auch die Betreiber von Tauber-Solar befassen sich ausgiebig mit der Ursachenforschung. "Wir waren am Sonntag vor Ort und haben die Anlage sofort abgeschaltet", berichtet Geschäftsführer Leonhard Haaf und betont: Die Sicherheit geht vor. Laut Morgenweb gehen die Ermittler von einem technischen Defekt aus. Erhard Renz, Initiator des Projektes Sonnenfleck und Bürstädter Solarexperte, spreche jetzt von einem Produktionsfehler. Wer dafür verantwortlich sei, müsse jetzt genau geprüft werden.


Problem seit 2003 bekannt - Verantwortliche in der Pflicht

Spätestens seit dem öffentlichen Disput um die Rückrufaktionen von BP-Solar im Sommer 2006 sowie dem Artikel in Stiftung Warentest-Online unter der Überschrift "Feuergefahr bei Modulen von BP", die eine deutliche Warnung ausgesprochen hatte, sei das Problem und seine Gefahr branchenweit und der allgemeinen Öffentlichkeit bekannt gewesen, betont die DGS. "Das der Brand nun für alle Beteiligten zur Überraschung wird, lässt sich angesichts der erdrückenden Faktenlage und der öffentlich dokumentierten Ereignisse schwer nachvollziehen. Kein technisches Problem in der Photovoltaik wie die Feuergefahren bei BP-Modulen hatte je eine solche öffentliche Aufmerksamkeit erlangt", heißt es in der DGS-Pressemitteilung.

DGS-Vize Präsident Dr. Jan Kai Dobelmann kommentiert: "Ich finde es schockierend, wie hartnäckig alle Beteiligten, die sich seit 2003 der Gefahr eines Brandes auf der Bürstädter Anlage bewusst waren, seit der ersten Außerbetriebnahme 2006 über drei Jahre diskutiert und repariert haben, sich nun überrascht zeigen. Da die Bürstädter Anlage als größte Aufdachanlage der Welt eine Signalwirkung für die ganze Photovoltaikbranche hat, ist die Verantwortungsschwelle der Beteiligten hoffentlich durch den Brand nun erreicht, die richtigen Sicherungsmaßnahmen für das Gebäude durchzuführen. Mit jedem Sonnentag steigt schließlich die Gefahr weiterer Brände im Gebäude, solange die Module nicht entkoppelt oder kurzgeschlossen sind."


Juristische Aufarbeitung des Brandes könnte Signalwirkung haben

Besonders spannend werde die juristische Aufarbeitung des Vorfalls, betont die DGS. Mit der Trennung der Betreibergesellschaft und des Dacheigentümers lägen nun nicht nur versicherungstechnisch, sondern auch in der Gefährdungsverantwortung gegenüber Mitarbeitern unterschiedliche Interessen vor. Fragen zur Sicherheit des Gebäudes seien dabei ebenso erheblich wie jene zur Transport- und Warenversicherung, zur Aufarbeitung des Versicherungsfalls sowie hinsichtlich der Verantwortung der Planer und des Verhaltens des Lieferanten bezüglich der Garantieleitungen.


DGS: Wer trägt die Verantwortung?

"Ebenfalls drängt sich eine strafrechtliche Prüfung des Verhaltens aller Verantwortlichen, die nachweislich lange von der imminenten Gefahr gewusst haben, durch den Staatsanwalt auf", so die DGS, die ankündigte, sie werde jederzeit die ihr aus dem Hause BP Solar vorliegenden internen Unterlagen zur Verfügung stellen, um durch eine Klärung der Verantwortlichkeiten für die Vorfälle weiteren Schaden von der gesamten Photovoltaik-Branche abzuwenden. Die DGS habe umgehend eine Anwaltskanzlei mit einer Prüfung der strafrechtlichen Konsequenzen dieses Falles konsultiert. Geschehen sei dies auf Basis des Paragraphen 306 des Strafgesetzbuches für den es mit den Unterpunkten Herbeiführung einer Brandgefahr (§ 306f StGB) oder einer fahrlässigen Brandstiftung nach § 306d StGB reichlich Stoff für eine juristische Prüfung des Verhaltens der Verantwortlichen gebe.

"Juristisch zu klären gilt, wer im Falle Bürstadt, bei dem allen Beteiligten das Risiko bekannt war die Verantwortung trägt, falls es an dieser oder an anderen Anlagen zu Personenschäden kommt. Infrage kommen nicht nur der Hersteller BP, der der DGS im Jahre 2006 gegenüber Kenntnisse von Sicherheitsmängeln seit 2003 eingeräumt hatte, sondern auch Planer und Installateur oder Anlagenbetreiber und Eigentümer, die den Sachverhalt und die Gefährdungslage kannten", so die DGS.

Derzeit empfiehlt die DGS angesichts des "systematischen Organversagens" der Verantwortlichen, konzertiert seitens der Staatsanwaltschaft, der Feuerpolizei und der Baubehörden aktiv zu werden, um die weiterhin in der Anlage lauernde Gefahr durch eine fachgerechte Außerbetriebnahme zu bannen und eine systematische Bewertung der in anderen BP-Anlagen vorhandenen Risiken von staatlicher Seite aus vorzunehmen. Von den betroffenen Modulreihen seien derzeit hunderttausende auf deutschen und internationalen Dächern verbaut und somit immer noch eine Gefahr, betont die DGS. "Generell sollten sich Betreiber von BP Anlagen, die sich Fragen stellen, ob durch den Vorfall von ihrer eigenen Anlage eine Gefahr ausgeht, nicht nur an ihren Installateur, sondern auch an die lokalen feuerpolizeilichen Institutionen wenden", rät die DGS.

Weitere Informationen der DGS und eine Dokumentation der Schadensfälle mit BP-Solarmodulen sind im Internet zu finden unter
http://www.dgs.de/bp.0.html.
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Auto Solardach

Publiziert: Sonntag, den 31.Mai 2009 um 21:30 Uhr 
Toyota Prius :: Solardach hält Autos kühl
Ein Solar-Schiebhebedach sorgt auch im abgestellten Fahrzeug für Frischluftzufuhr.
Somit bleibt es im Wageninneren vergleichsweise kühl, ohne dass die Batterie beansprucht wird. Die Photovoltaik-Lösung ist inzwischen praxisbewährt - immerhin 37.000 Fahrzeuge verschiedener Hersteller wurden laut systaic im Jahr 2008 mit einem Solardach ausgestattet.
In Zukunft sollen Solarlösungen eine noch größere Rolle spielen, etwa bei Hybrid- und Elektroautos.
Das laut systaic weltweit einzige in Serie produzierte Solarsystem für Autodächer verspricht Kühlung, sobald die Sonne scheint. Mit dem vom Photovoltaik-System erzeugten Strom wird das fahrzeugeigene Gebläse betrieben.

Im Sommer - wenn sich abgestellte Autos durch die Sonneneinstrahlung massiv aufheizen - sind dadurch bis zu 50 Prozent geringere Fahrzeuginnentemperaturen erreichbar als in unbelüfteten Fahrzeugen. Nach dem Start kann das Auto dementsprechend schneller auf eine gewünschte Komforttemperatur abgekühlt werden. Im Winter wiederum sorgt ein leichter Luftstrom dafür, dass Scheiben nicht so stark beschlagen. Das Solarsystem spart durch die Entlastung der Klimaanlage Energie. Der Benzinverbrauch sinkt laut Unternehmen um bis zu 0,5 Liter pro 100 Kilometer. Das kommt letztendlich der Umwelt zugute.

Da die EU ein Solardach bei der CO2-Berechnung als "Eco Innovation" anrechnet, verzeichne Webasto Solar eine deutlich steigende Nachfrage nach der Photovoltaik-Lösung, so systaic. Zu den Automarken, die bereits Solardächer in Fahrzeuge integriert haben, zählen laut Anbieter Audi, Bentley, Maybach, Mercedes, Seat,VW und Toyota.

Eigenen Angaben zufolge arbeitet systaic derzeit im Auftrag namhafter Automobilkonzerne an neuen Solarlösungen, die bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen sollen.

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Das solare Potenzial einer ganzen Stadt

Publiziert: Sonntag, den 31.Mai 2009 um 21:09 Uhr 

Mit Sonderprojekten ermitteln einige deutsche Städte die jährliche Sonneneinstrahlung auf den Dächern sämtlicher Gebäude. In Osnabrück, Braunschweig und anderen Gemeinden kann jeder Bürger erfahren, ob sich für ihn ganz persönlich eine Fotovoltaikanlage lohnt

Nach Berechnungen von Experten liegt auf deutschen Dächern ein riesiges solarwirtschaftliches Potenzial brach. Würden auf den geeigneten Dachflächen der Bundesrepublik überall Fotovoltaikanlagen installiert, liesse sich damit die Leistung von zwölf Atomkraftwerken ersetzen. Sämtliche Privathaushalte könnten damit versorgt werden. Das Problem ist, dass weniger als ein Prozent dieses Potenzials bisher genutzt wird. Ein Grund dafür: Viele Hausbesitzer haben sich mit der Möglichkeit, auf ihrem Dach Fotovoltaik-Solarmodule zu installieren, bisher wenig bis gar nicht auseinandergesetzt.

Das könnte sich ändern, sollte sich die Solarpotenzialanalyse durchsetzen. Auf der Basis von hochauflösbaren Laserscannerdaten, die per Flugzeug erstellt werden, berechnen Geowissenschaftler die für die Stromproduktion geeigneten Dachflächen - das solare Potenzial einer Stadt. Einige Städte nutzen dies bereits und stellen die Daten mit Kampagnen begleitet bürgerfreundlich ins Netz.

Manche Unternehmen misstrauen diesem Pfade und gehen andere Wege. "In Deutschland sind circa 20 Prozent der vorhandenen Dachflächen für die solare Energienutzung geeignet", sagt Dorothea Ludwig, Diplomingenieurin an der Fachhochschule Osnabrück. "Das könnte deutschlandweit nahezu den gesamten privaten Strombedarf decken. Allerdings entspräche dies mehr als dem 100-Fachen der bisherigen Nutzung." Ludwig hatte vor zwei Jahren in einem Forscherteam unter der Leitung von Martina Klärle, Professorin an der Fachhochschule Frankfurt, das Projekt SUN-AREA durchgeführt.

In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Osnabrück wurde eine interaktive Stadtkarte für das Internet entwickelt. Seit November 2007 kann jeder Osnabrücker Hausbesitzer erfahren, ob sein Dach für solare Stromerzeugung geeignet ist, wie viel Quadratmeter Modulfläche installiert werden könnten und mit welchem maximalen Stromertrag pro Jahr er bei Ausnutzung dieser Fläche gerechnet werden kann.

Wie funktioniert so etwas? Pionierin Klärle arbeitete bereits seit Jahren an der Entwicklung einer Kartierung des Solarpotenzials. Aus mathematischen Algorithmen entwickelten die Geowissenschaftlerinnen Software zur vollautomatischen Ermittlung und Darstellung des Solarenergiepotenzials für jedes Einzeldach. "Voraussetzung dafür waren die Flugscannerdaten", sagt Klärle. Mit Spezialflugzeugen, an deren Rumpf ein Sensor angebracht war, wurde das gesamte Stadtgebiet hochauflösend gescannt. So konnten geografische Daten für dreidimensionale Geländemodelle ermittelt werden.

Die Stadt Osnabrück hat rund 70 000 Dächer. Mit der Geosoftware wurde jedes einzelne Dach nach Ausrichtung und Neigung erfasst. Zudem simulierte man die jahreszeitlich bedingte Verschattung bei unterschiedlichem Sonnenstand durch umstehende Gebäude und Bäume. "SUN-AREA brachte den Nachweis", sagt Ludwig. "Würde Osnabrück alle geeigneten Dächer mit Solarmodulen auslegen, wäre schon mit den heutigen Wirkungsgraden der Fotovoltaik der private Stromverbrauch gedeckt." Was für Osnabrück gelte, sei auf viele Städte und Kommunen, möglicherweise auf ganz Deutschland übertragbar. An der Fachhochschule Osnabrück hat man Braunschweig und Gelsenkirchen ans Netz gebracht. Weitere 85 Berechnungen in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein- Westfalen und Niedersachsen laufen.

Geo-Diplomingenieur Thomas Beck hatte 2006 die gleiche Idee. Mit zwei Studienkollegen der Hochschule Karlsruhe startete er die Firma Smart Geomatics. Unterstützt wurde das Projekt von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg. Gemeinsam überzeugten sie den Regionalverband im sonnenreichen Nordschwarzwald von der Tauglichkeit der Solarpotenzialanalyse. Insgesamt beteiligten sich 71 Städte und Gemeinden mit rund 600 000 Einwohnern. 250 000 Dächer wurden vermessen und auf ihre Tauglichkeit untersucht. "Seit Mai 2008 können sich die Bürger im Internet informieren", sagt Beck.

Für Interessierte bietet das Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim Beratungen an. Das Problem sei, dass den Kommunen meist die finanziellen und personellen Ressourcen fehlten, um die Projekte nachhaltig umzusetzen. Dafür brauche es Kooperationen mit Banken und der Solarbranche. In Pforzheim gewann man die örtliche Kreissparkasse und die Volksbank.

In Freiburg, wo das Projekt unter dem Namen Freesun läuft, hat der regionale Energieversorger Badenova finanzielle Mittel aus seinem Innovationsfonds bereitgestellt. Trotzdem benötigen die ins Netz gestellten Infos, um beachtet zu werden, eine gut geplante Öffentlichkeitsarbeit. Die Stadt Freiburg organisiert und veranstaltet in einzelnen Stadtteilen Informationstage für ihre Bürger.

Einen anderen Weg geht die Firma Wirsol Solar. Gemeinsam mit der Technischen Universität Karlsruhe hat man die Software Asis (Aerial Solar Identification System) entwickelt. Asis hilft Besitzern von Dachflächen bei der Entscheidung, ob eine Investition in Fotovoltaik den gewünschten Erfolg bringt. Die Software macht genau das Gleiche wie das in Osnabrück verwendete Produkt. Stefan Riel, Vorstand der Firma Wirsol Solar, hält für die Verbreitung den Weg über die Kommune wie in Osnabrück oder Freiburg für nicht wirklich überzeugend: "Wir glauben, dass Solarfirmen die besseren Marketinginstrumente haben als städtische Behörden."

Asis biete die Chance, die Solarpotenzialanalyse so weit zu vereinfachen, dass die Fotovoltaik zu einem Massenmarkt werden könnte. Die Software komme genau zum richtigen Moment, sei doch die Solarbranche durch die Finanzkrise gerade in einem schwierigen fundamentalen Wandel. Für Großprojekte fehle es an Finanzierungen, die Aktienwerte der Marktführer seien auf Talfahrt und Investoren auf dem Rückzug. Mithilfe der Solarpotenzialanalyse könnten vor allem kleinere Installationsbetriebe, die bisher kein Marketing betrieben hatten, profitieren und nun mit handfesten Daten auf die Kunden zugehen. Wirsol Solar will nun zunächst zehn Solarbetrieben in mittel- und süddeutschen Metropolregionen die Software für ihren Vertrieb kostenlos zur Verfügung stellen. Die Kosten für den Kauf der Laserscandaten will die Firma übernehmen.

Die Bundesrepublik auf dem Weg in den Solarstaat?
Einen anderen Weg geht Hamburg. Dort sollen zunächst Fotovoltaikanlagen auf Schuldächern installiert werden. Zudem versucht man, Firmen mit großen Hallendächern für Investitionen in die Fotovoltaik zu gewinnen. Bereits vor einigen Jahren erhobene Flugscannerdaten liegen in der Hansestadt bei der zuständigen Behörde bereit. Und nach einer Mitteilung des Senats plant die Stadt, Teilgebiete noch einmal neu zu fliegen. Zudem soll es bereits Angebote von einer süddeutschen Firma für die Umsetzung der Solarpotenzialanalyse geben. Auf den Internet-Seiten der Millionenstädte Berlin und München findet man bisher noch keine interaktiven Solarpotenzialrechner. Hier besteht die Möglichkeit für Solarfirmen, sich einzubringen.

Professorin Klärle beschäftigt sich derweil an der Fachhochschule Frankfurt mit dem Thema "Virtuelle Kraftwerke" - eine Art Komposition verschiedener regenerativer Energien.
Sie will herausfinden, ob sich die Potenziale von Wind, Sonne, Wasser und Biomasse so miteinander koppeln lassen, dass sie sich gegenseitig ergänzen. Das Ganze mit dem Fernziel, komplett auf fossile Energieträger zu verzichten.

Beachten Sie unsere Webside:: unter dem Menüpunkt: Solarenergie; Aktuelle Daten; finden Sie die Auswertung unserer Photovoltaikanlage. Die Datenauswertung basiert auf technologisch neustem Stand inkl. 2 Pyrometer welche die Globalstrahlung und Einstrahlung auf Modulebene misst, sowie Temperatursensoren für Umgebungs- und Modultemperatur.

Aktuelle Daten PV-Anlage St. Gallen

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Bunte Solarzellen auf dem Weg zur Marktreife

Publiziert: Sonntag, den 13.Juli 2008 um 16:15 Uhr 

Freiburg - Flexible und bunte Solarzellen sind auf dem Weg in Richtung kommerzieller Verwendung. Aktuelle Entwicklungs-Ergebnisse werden Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) auf der Nanotechnologie-Fachmesse nano tech 2008 in Tokio präsentieren.

Die beiden Projekte repräsentieren dort den Stand der deutschen Nanotechnologie-Forschung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Flexible Solarzellen könnten Energie für mobile Kleingeräte liefern und sogar als Stromquelle energieautarker Mikrosysteme dienen. Der technische Zugang zur Umsetzung ist, organische Schaltkreise aus halbleitenden Polymeren auf Substratfolien anzubringen.

«Wir verwenden kommerziell erhältliches Trägermaterial, das geeignet angepasst wird», erklärt Michael Niggemann vom Fraunhofer ISE. Ziel ist es, eine massenproduktionstaugliche Herstellung in etablierten Rolle-zu-Rolle-Drucktechniken zu ermöglichen. «Das Druckverfahren ist das, woran wir derzeit arbeiten», meint Niggemann. Ferner werde nach geeigneten Barrierematerialien für höhere Langzeitstabilität gesucht.

Mehrfarbige Motive

Weiterentwickelt wurden die Farbstoff-Solarzellen der ISE-Teams um Andreas Hinsch. Die in einem Siebdruck-Verfahren gefertigten Solarmodule könnten beliebige, auch mehrfarbige Motive enthalten. In Tokio werden jetzt Prototypen präsentiert, die es auf einen Wirkungsgrad von vier Prozent bringen.

Als Konkurrenz zu Silizium-Solarzellen sieht Hinsch die Farbstoff-Module nicht. Entsprechend gestaltete Module für Glasfassaden, die durch die Integration der Solarmodule einen Energieerzeugungs-Beitrag leisten können und gleichzeitig dekorativ oder werbewirksam sind, könnten aber eine Marktnische finden.

«Wir wollen zeigen, dass solche Module reproduzierbar und zuverlässig hergestellt werden können», meint Hinsch. Es werde jetzt eine Zertifizierungs-Phase angestrebt.

Flexible Solarzellen

Die flexiblen Solarzellen liegen im Wirkungsgrad derzeit bei etwa zwei Prozent für ein Modul von 100 Quadratzentimetern, gibt Niggemann an. Für kleinere Module wären schon höhere Werte erreicht worden, langfristig seinen rund zehn Prozent denkbar, so der Forscher. Auch sie sind im Bereich der Energieausbeute damit keine Konkurrenz zu kristallinen Siliziumkollektoren, die beim chinesischen Anbieter Suntech derzeit vielfach 13 bis 14 Prozent erreichen.

Dies ist ein guter Richtwert für handelsübliche Kollektoren, denn Suntech hat den deutschen Anbieter Q-Cells und den Weltmarktführer Sharp beinahe eingeholt, wie aus der aktuellen Ausgabe des Magazins Photon hervorgeht. In Forschungsprojekten wurde der Wirkungsgrad von Silizium-Solarzellen schon auf über 40 Prozent getrieben.

Für die Praxis sei aber nicht nur der Wirkungsgrad, sondern besonders das Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig, wie Bernd Schüssler, Pressesprecher des Solar Verlags betont. Zumindest für spezielle Anwendungsbereiche scheinen sich Politik und Wirtschaft diesbezüglich gute Ergebnisse von den ISE-Projekten zu erhoffen. Beide Technologien werden im Rahmen von BMBF-geförderten Projekten und in Zusammenarbeit mit Industriepartnern weiterentwickelt.

smw (Quelle: pte)

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Oerlikon Solar

Publiziert: Sonntag, den 13.Juli 2008 um 12:03 Uhr 

Oerlikon Solar liefert 40 MWp-Photovoltaik-Produktionsanlage nach Spanien und erstes System für mikromorphe Technologie in die Volksrepublik China

Dünnschicht-Photovoltaikproduktion  mit Oerlikon-Technologie.
Dünnschicht-Photovoltaikproduktion
mit Oerlikon-Technologie.
 

Oerlikon Solar (Trübbach, Schweiz) hat am 3.7.2008, berichtet, das Unternehmen habe zwei neue Verträge geschlossen. Gadir Solar (Spanien) habe einen Vertrag unterzeichnet zur Lieferung einer kompletten Produktionsanlage zur Fertigung von Solarmodulen aus amorphem Silizium. Chint Solar (China) kauft eine Forschungs- und Entwicklungslinie sowie erste Ausrüstung für die Herstellung mikromorpher Solarzellen. Das chinesische Unternehmen plane, seine Kapazität bis 2010 auf 180 Megawatt auszubauen, berichtet Oerlikon Solar in einer Pressemitteilung. Die Produktionsausrüstung werde noch dieses Jahr geliefert und soll 2009 installiert werden. "Mit den beiden Verträgen hat Oerlikon Solar seinen Anteil in den beiden wichtigen Wachstumsmärkten gesichert. Das festigt unsere führende Position als Lieferant erprobter Dünnschicht-Produktionstechnik", sagte Jeannine Sargent, Vorstand von Oerlikon Solar.  Dank der innovativen Technologie von Oerlikon Solar könnten Solarmodule zu wettbewerbsfähigen Preisen hergestellt werden und stellten eine echte Lösung zur Deckung des wachsenden Bedarf an sauberer Energie dar. Gadir Solar und Chint Solar würden sich genau auf diesen schnell wachsende Markt konzentrieren, heißt es in der Pressemitteilung.


Mehr als 300.000 Module pro Jahr

Die erste Ausbaustufe der Dünnschicht-Produktion von Gadir Solar in Cadiz (Spanien) soll die Fertigung von mehr als 300.000 Modulen jährlich ermöglichen, weitere Ausbauschritte seien geplant. Zusätzlich zu der kompletten a-Si-Produktionslinie erhalte Gadir eine komplette Forschungs- und Entwicklungslinie zur Herstellung mikromorpher Solarzellen. Gadir plane, seine Kapazität zu verdoppeln und in naher Zukunft von der a-Si-linie auf die mikromrophe Technologie umzusteigen.

"Oerlikon Solar hat gezeigt, dass das Unternehmen im Photovoltaik-Dünnsichtsilizium Markt führend ist, sowohl hinsichtlich der Produktionserfahrung als auch seiner einmaligen Technologie. Wir haben ohne Zweifel den richtigen Partner gefunden, um den rechtzeitigen Produktionsbeginn der Dünnschichtmodule sicherzustellen sowie unsere Wachstums- und Kostenstrategie umzusetzen, indem wir die fortgeschrittenste Dünnfilmtechnologie einsetzen", sagte David Naranjo Villalonga, Vorstand von Gadir Solar.


Erste Produktion mikromorpher Technik in China

Chint Solar, ein Partnerunternehmen der Chint-Gruppe, die zu den führenden Herstellern von elektrischen Gleichspannungsgeräten gehört und einen Marktanteil von mehr als 40 % in China habe, steigt direkt in die mikromorphe Technologie ein. Die Forschungs- und Entwicklungsanlagen sollen Ende 2008 aufgebaut sein, die Massenfertigung soll bis 2010 auf 180 MW wachsen. "Wir halten die mikormorphe Technologie für die Zukunft der Dünnschicht-Photovoltaik. Als Partner von Oerlikon können wir mit dieser Technologie erfolgreich in den Markt einsteigen", so Dr. Liyou Yang, Präsident und Vorstand von Chint Solar. Chint Solar mit Sitz in Hangzhou (China) will die Forschungs- und Entwicklungslinie sowohl zu Ausbildungszwecken nutzen als auch zur Vorbereitung der Massenproduktion, die Mitte 2009 starten soll.

09.07.2008   Quelle: OC Oerlikon Balzers Ltd., Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Oerlikon Solar

Kategorie: Solarenergie & Solartechnik 

Weltrekord von Solar-Segelflugzeug «Sky Sailor»

Publiziert: Mittwoch, den 25.Juni 2008 um 12:09 Uhr 

Zürich - 27 Stunden lang hat die «Sky Sailor» auf einer Höhe von 200 bis 400 Metern ihre Runden gedreht. Damit hat das unbemannte Solar-Segelflugzeug der ETH Zürich einen Weltrekord erflogen. Fernziel der Forscher ist der Mars. (ht/sda)
 




Sky Sailor soll auf dem Mars eingesetzt werden.

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Mit 2,5 Kilo Gewicht und einer Spannweite von 3,2 Metern ist die «Sky Sailor» ein kleines Flugzeug. Gerade darauf legt Projektleiter André Noth auch Wert, wie er am Montag gegenüber der SDA sagte. Er will beweisen, dass es möglich ist, mit einem kleinen Solar-Flugzeug zum Mars zu fliegen.

Noth hat genaue Vorstellungen. Das Mars-Solarflugzeug würde zusammengefaltet in einer Kapsel, einer so genannten «Aero-Shell», zum Mars geflogen. Dort würde die Kapsel sich öffnen, das Flugzeug sich entfalten und Erkundungsflüge absolvieren.

Noth will mit einem Solar-Kleinflugzeug eine Höhe von 13'000 Metern erreichen. Dort seien verschiedene Gegebenheiten ähnlich wie beim Mars. Britische Forscher hätten dies zwar schon mit einem Flugzeug-Prototypen gemacht - der hatte allerdings eine Spannweite von 18 Metern. Noth: «Wir wollen unbedingt bei drei Metern bleiben».

Batterie tags aufladen, nachts brauchen

Für die Mars-Mission müsste ein Flugzeug Wochen und Monate fliegen können. Dies wäre dank Solarzellen auf den Tragflächen machbar. Tagsüber laden sie sich auf und füllen die Batterie mit überschüssigem Solarstrom. Nachts übernimmt die Batterie die Stromversorgung, am folgenden Morgen beginnt der Kreislauf erneut.

Dass dies möglich ist, hat die «Sky-Sailor» bewiesen. Das unbemannte Kleinflugzeug startete am Freitag mittag um 12.30 Uhr und landete am Samstagnachmittag nach 27 Stunden. Bei der Landung war die Batterie schon wieder voll, wie die ETH Zürich am Montag mitteilte.

In den 27 Stunden legte der Solarsegler zwischen 800 und 900 Kilometer zurück. Und dabei blieb er stets in einer Höhe von 200 bis 400 Metern. Das ist für das Projekt wichtig.

Konstante Höhe

Die «Sky Sailor» ist nämlich laut ETH Zürich nicht das erste unbemannte Solarflugzeug, das mehr als 24 Stunden am Stück fliegen kann. Eine Premiere ist aber die Einhaltung einer konstanten Höhe. Bisherige Modelle flogen etwa vor der Dunkelheit sehr hoch hinauf und glitten im Laufe der Nacht zur Erde zurück.

Vor vier Jahren hatte die Europäische Weltraum-Organisation ESA die ETH Lausanne damit beauftragt abzuklären, ob sich unbemannte Solarflugzeuge für Erkundungsflüge über dem Mars eignen würden. Als nach zwei Jahren die Finanzierung auslief, lagen laut Noth «schöne Ergebnisse» vor, aber kein 24-Stunden-Flug. Man habe dann allein weitergemacht. Heute sei es «mehr ein ETH-Zürich-internes Projekt».

Kategorie: Solarenergie & Solartechnik 

SMA zeigt neue Generation von Sunny Boys

Publiziert: Montag, den 16.Juni 2008 um 12:12 Uhr 

10.06.2008: Seit April sind sie auf dem Markt und werden auf der Intersolar einen großen Auftritt haben, die Wechselrichter der neuen Sunny-Boy-Generation der SMA Technologie AG.

Link zur Sunny Boy Linie: http://www.sma.de/de/produkte/solar-wechselrichter/sunny-boy.html

Zwei Leistungsklassen der Multistring-Wechselrichter liegen bislang vor - 4000TL und 5000TL. Mit dem 3000TL kommt die dritte voraussichtlich im Herbst auf den Markt. Allen gemeinsam sind die von SMA bereits vor einem Jahr gepriesenen Weiterentwicklungen. So kommunizieren die Geräte kabellos über Blue-tooth, lassen sich über Federzugklemmen ohne Werkzeug anschließen und im Mehrfachpack über eine Hutschiene an die Wand bringen. Mit einem vom Hersteller angegebenen Europäischen Wirkungsgrad von 96,2 Prozent (4000TL) beziehungsweise 96,5 Prozent (5000TL) liegt Marktführer SMA weiterhin im vorderen Feld in dieser Leistungsklasse. Prämiert wurde die Gestaltung der Geräte mit dem renommierten »iF Product Design Award« in der Kategorie Industrie.
Komplettiert hat SMA die Serie der Sunny Mini Central. Nachdem der 8000TL im Vorjahr herausgebracht wurde, sind seit Mai dieses Jahres auch der 9000TL, der 10000TL und der 11000TL erhältlich. Gedacht sind die Geräte mit dem laut SMA angegebenen Rekordwert für den Europäischen Wirkungsgrad von mindestens 97,5 Prozent (bei weniger als 10 Watt Eigenverbrauch) für Kraftwerke mit einer Leistung zwischen 25 und 50 Kilowatt. Da jeder Wechselrichter den Strom einphasig ins Netz speist, dieses aber wegen der großen Leistung überlasten würde, sind immer drei Geräte zusammen zu betreiben.

Frisch überarbeitet und im Ergebnis mit verbessertem Wirkungsgrad werden die Großwechselrichter Sunny Central 100 outdoor und Sunny Central 1000MV gezeigt. Ersterer hat sich beim Europäischen Wirkungsgrad von 96,2 auf 97,6 Prozent verbessert, der 1000MV von 96,4 auf 97 Prozent. Auch ein neues Gerät für Inselanlagen hat SMA entwickelt und der Familie der Sunny Island damit den fünften Wechselrichter hinzugefügt. Der SI 2224 ist kleiner und mit 18 Kilogramm wesentlich leichter als seine Geschwister, weist aber mit einem maximalen Wirkungsgrad von 93,6 Prozent eine geringere Effizienz auf.

Wem die neuen Produkte keinen Besuch am Messestand zu rechtfertigen scheinen, dem sei noch ein Hinweis gegeben: Der Marktführer unter den Wechselrichterproduzenten will zur Intersolar auch einen Einblick in die »Zukunft der Solartechnologie« geben und hinter die Kulissen der SMA-Entwicklungsabteilung schauen lassen.
  

Kategorie: Solarenergie & Solartechnik 
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